Moritz’ Spielwiese

muss ja was geben.

Zum 8.Mai

Posted by Herr Ablinger under Antifaschismus, Rechtsradikale

Mir ist durchaus bewusst, dass ich etwas zu spät bin, aber vorgestern war ja der 8. Mai und zum 64. Mal jährte sich die Niederlage Hitler-Deutschlands und damit die Befreiung vom Faschismus. Und noch immer gibt es Menschen die am besagten 8. Mai zusammenrotten und ihren “Helden” gedenken. Es soll ja auch vorkommen, dass irgendwelche Vollpfosten “Freiheit für Honsik” an Wände sprühen.

Besagtes Tun, ist natürlich abscheulich, das weitaus größere Problem stellt die Akzeptanz für faschistoide Meinungen in der Gesellschaft da. Dass die FPÖ ca. 18% bei den Nationalratswahlen bekommt, obwohl viele Leute wissen, mit welchen SympathieträgerInnen sich der “Bumsti” herum trieb, und dass die Wertschätzung für “die” Autobahnen bei den Freiheitlichen nicht zu gering ist.

Die Finanzkrise ist natürlich auch ein Gefahrenherd. Es zeigte sich nicht zuletzt in 1929 und den Folgejahren welche politisch-verherenden Folgen Massenarmut haben kann. Auch sei in dieser Hinsicht erwähnt, dass der Stellenwert der Demokratie seit Jahren sinkt und sinkt, dies ist aber nicht durch die oben erwähnten klassischen FaschistInnen zu Stande gekommen als eher durch eine kapitalistische Politik.

Dann sei noch erwähnt, dass es schwer bedenklich ist, wenn ein paar PolizistInnen ohne viel Herumgetue auf DemonstrantInnen einschlagen. Na klar, die Polizei ist nicht faschistisch, aber wenn ein paar PolizistInnen den Befehl der Vorgesetzen ausführen, ohne genauer darüber nachzudenken was denn das heißt, dann ist das, vor allem antifaschistisch betrachtet, höchst bedenklich.

In dem Sinne: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus

Dafür steht im Übrigen jetzt nicht mehr “Freiheit für Honsik” an der Wand ums Eck.

Demokultur, anyone?

Posted by Herr Ablinger under Bildungspolitik, Österreich

So gestern wurde ja dann doch noch fertig verhandelt in Sachen Regierung(samt Bildungsministerin) und LehrerInnengewerkschaft. Ein Teil des Kompromisses war auch die Streichung der Schulautonomen Tage. Ökonomisch, also in wie fern das Geld einsparen soll, versteh’ ich das nicht so ganz, jedenfalls sind die SchülerInnen hierzulande ziemlich aufgebracht. Das ist gut so.

Es bietet die Möglichkeit soetwas wie eine bereits angesprochen Streikkultur im Österreichischen Bidlungswesen zu manifestieren. Und tausende SchülerInnen auf allen möglichen Plätzen quer durch Österreich sind auch ein sehr schönes Zeichen.

Natürlich ist auch die Art wie der Kompromis zu Stande gekommen ist skandalös, weil mit den SchülerInnen niemand gesprochen hat.

Und die ebenfalls schon angeprangerte Sturheit des Finanzministers und der ÖVP nicht mehr Geld in die Bildung zu investieren ist schauderhaft, und hat mit sinnvoller Krisenbekämpfung nichts zu tun.

Es sei dennoch zu erwähnen, dass die Streichung der schulautonomen Tage per sé nichts Schlechtes ist. Zumal vor allem die schulfreien Dienstage nach Ostern bzw. Pfingsten (berufstätige) Eltern durchaus vor Probleme stellten.(Diese beiden freien Tage sind im Übrigen Relikte einer Zeit, als dienstags noch die Anreise ins katholische Internat anstand). Auch Konstruktionen, durch schulautonome Tage, wie beispielsweise Herbstferien, sind für die Eltern von jüngeren SchülerInnen eine Herausforderung. Auch ist ja mehr Unterrichtszeit eigentlich(das können ja prinipiell auch vormals freie Tage sein) zu begrüßen.Und dass ist das was mich teilweise zweifeln lässt, wie sehr mensch  sich dem Unmut der SchülerInnen der öffenltliche Wahrnehmung zu Liebe knechten lassen soll.

Dies ist natürlich kein Grund nicht demonstrieren zu gehen, allein schon weil es zuviel gute Argumente(siehe weiter oben) gibt genau dies zu tun, und wahrscheinlich sind die Einwände peinlich genau, gesagt sollte es trotzdem werden. Jedenfalls soll am 24.4. wieder bundesweit gestreikt werden!

Aja und bevor ich es vergess’: Es gibt natürlich schon Streikaufrufe, und zwar hier und für die Stahlstadt spezifisch hier.

Bearbeitet: Gott sei Dank(das sei auch genau so zu verstehen) bleiben die Dienstage nach Ostern und Pfingsten eh frei.

Aus aktuellem Anlass

Posted by Herr Ablinger under Konservativ, Schockierendes

Ich beschäftige mich gern mit dem Thema, wenn es die Zeit und die Freude zulässt auch weitaus tiefgründiger, aber das Wahlergebniss bei den Neuwahlen in Hessen steht bevor:

Also ganz toll, werte SPD, einen rechtsrechten CDU-Ministerpräsidenten nicht abwählen zu können,weil mensch mit den Linken nicht will, ist eine Leistung. Noch toller ist nur schwarz-gelb(die FDP schneidet noch viel besser ab als erwartet), dass jetzt in Hessen kommt. Es wäre ja auch rot-grün-rot möglich gewesen, aber naja…

CDU 37,4 37,8 36,8 43 50 42
SPD 23,5 23,5 36,7 27 31 42
FDP 16,1 16,8 9,4 18 22 11
Grüne 13,9 13,6 7,5 16 18 9
Linke 5,1 5,0 5,1 6 7 6

Open Borders for everyone

Posted by Herr Ablinger under Asylpolitik, Kapitalismus

Die österreichische Regierung profiliert sich was Asylpolitik angeht. Nichts neues also.

Innenministerin Fekter, Expertin auf dem Gebiet, meint, in Bezug auf Familie Zogaj insbesondere auf die drei Söhne der Familie, abschieben. Nichts neues also.

Vizekanzler Pröll und der Hansi sein Liebling Kanzler Faymann stellen sich hinter die Innenministerin, auch wenn sich der Kanzler der Rechtslage nicht so ganz sicher ist.

Ich halte die österreichische Asylpolitik für menschenverachtend, die Gesetze dahingehend sind vor allem in den letzten 8 Jahren immer weiter verschärft worden. Diese wiederspiegeln allerdings auch die “durschnittliche österreichische Mentalität”. Außnahmen werden höchstens, und dass auch nur nach langer bürokratischer Prozesse, bei total integrierten MigrantInnen gemacht.

Um das geht’s mir aber nicht in erster Linie, alle Menschen sollten dort leben können wo sie wollen. Migration hat vor allem wirtschaftliche Hintergründe, konkret also Armut. Bedingt ist die meistens durch, so ehrlich sollte mensch sein, den Kapitalismus.Noch unvernünftiger ist es allerdings hohe Zäune rund um Europa und die USA gen den Süden zu bauen.

Grenzen haben doch in erster Linie den Zweck Menschen oder Ethnien voneinder zu trennen. In keinem fortschrittlichen Staat sollte dies notwendig sein. Was das ganze noch trauriger macht, ist der Fakt, dass es ein Leben ganz wesentlich beeinflusst wo bzw. in welchem Land man auf die Welt kommt. In dem Sinne behindern Grenzen, aus ökonomischer Sicht, eine andere Wirtschaftspolitik, die mehr Gleichheit schaffen würde/bitter notwendig wäre. Eine solche aber wird es mit dieser nationalstaaterei nicht geben.

Möglicherweise gibt es durch die ein oder andere Grenze den ein oder anderen Konflikt weniger, aber dass die Trennung zweier/mehrerer Staaten wirklich Sinn hat, bezweifle ich.

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