Moritz’ Spielwiese

muss ja was geben.

Mizzi Fekter profiliert sich dieser Tage einmal mehr. Nachdem sich die kühne Innenministerin bereits gegen Rehleinaugen ressistent erwiesen hat, beweist sie das selbige mit Intelligenz mehr und mehr.

“Die Einbrecher machen sich hier wie die Heuschrecken über uns her.” so die eiserne Lady im Interview mit der Presse, dass die Anzahl der Anzeigen in Österreich rückläufig sind stört da relativ wenig. Konkrete Konzepte gegen solche Plagen gibt’s dann auch noch von Maria-”Da die Eiserne Lady Margaret Thatcher eine sehr erfolgreiche Politikerin war, empfinde ich das nicht als Schimpfwort”-Fekter: Wenn einE TäterIn nicht festgenommen werden kann, ohne Verfahren natürlich, wird zuerst von ihm/ihr ein Kaution abverlangt. Sollte der/die TäterIn diese nicht zahlen wird damit begonnen seine/ihre Wertgegenstände zu versteigern. Sollte diese Person aus unerfindlichen Gründen unschuldig sein gibt’s im Übrigen das Geld zurück. Bürokratisch natürlich ein Null-Aufwand, und obendrein recht praktisch, wenn mensch dann ohne Auto da steht, ob schuldig oder nicht ist ja in heutigen Zeiten höchstens eine Frage für linkslinke Gutmenschen.

Ähnliche Finesse zeigt in den letzten paar Jahren auch der deutsche Innenminister und BürgerInnenrechtler Wolfgang “Bundestrojaner” Schäuble. Von der Unschuldsvermutung hat der sich schon lang distanziert. Auch Guantanamo ist jetzt nicht so wild. Profilieren tut sich der neuerdings auch durch das Zensieren von unliebsamen Internetseiten unter dem Deckmantel von kinderpornografischen Inhalten.

Offensichtlich sind Blödheit und/oder Verkennung von rechtsstaatlichen Prinzipien die wichtigste Attribute um InnenministerIn zu werden(vgl. in Österreich Schlögel, Karl und Strasser, Ernst). Vernünftige Kriminalitätsbekämpfung ist das was die oben erwähnten Damen und Herren betreiben/betrieben natürlich nicht, Mauern an den Grenzen zu bauen wäre da deutlich durchdachter. Geben wir dem Schäuble einfach noch ein, zwei Jahre…

“Ich habe die Wahrheit gesprochen, und meine Wahrheit ist mit Gottes Hilfe gesprochen worden”, so das Zitat des Tages, aus meiner Sicht, gesprochen von niemand anderem als Susanne Winter, nach ihrer Verureilung zu 3 Monaten bedingter Haft und 24.000 € Geldstrafe. Ganz schön dreist, diese linksradikale Justiz.

Zur Erinnerung, Susanne Winter hatte im Vorfeld der Grazer Wahlen, Mohammed als Kinderschänder bezeichnet, und dazu aufgefordert den Islam wieder über das Mittelmeer zu befördern.Mittlerweile sieht sich Frau Winter als Kämpferin für die Emanzipation im Islam.

Experte für Abendlandverteidigung Ewald “Ewi” Stadler(BZÖ, vormals FPÖ), ideologisches Herz seiner Partei, begibt sich auf ähnlich intelektuelle Höhenflüge wenn er meint, “ähnliche Angriffe” auf “unsere christlich-abendländische Religion”(im Speziellen der zweite Teil ist ebenfalls Zitat-des-Tages-würig) in gleicher Weise zu ahnden.

Versteht mich nicht falsch, ich glaube sehr wohl, dass der Islam zum Teil eine sexistische und reaktionäre Religion ist, aber wer Gegenteiliges von der katholischen Kirche behauptet, sollte dem Benedikt,also dem Pabst,oder dem Herrn Schönborn einmal genauer zuhören.


Robert Misik meinte vor gut zwei Jahren, um dem Thema entsprechend ernst zu werden, in einer Art Rückblick auf die Schwarz-Blau-Orange-Regierung: “Deutschnationale Rabauken, denen anderswo kein anständiger Mensch die Hand gäben würde, wurden hierzulande in hohe Staatsämter gehievt..”, und das fängt offensichtlich schon wieder an.

Das Hauptproblem ist nämlich, dass das Ganze gar nicht so witzig ist. Als 3. Nationalratspräsidenten sitzt ein gestandener Burschenschafter im Parlament in Amt und Würden, und nicht nur die ÖsterreicherInnen die FPÖ gewhält haben sind “schuld”, die gesamte ÖVP hat ihn in dieses Position gewählt. Auch die knappen 30 % Stimmenanteile des BZÖ und der FPÖ sind ein Zeugniss dafür, dass mensch sich mit den Gefahren des Rechtsradikalismus beschäftigen sollte.Und so ein Urteil ist ein recht gutes Signal, mensch sollte nämlich auch in Österreich rechtsradikale HetzerInnen und/oder Neonazis zu verurteilen.

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