Moritz’ Spielwiese

muss ja was geben.

Archive for Mai, 2009

Zum 8.Mai

Posted by Herr Ablinger under Antifaschismus, Rechtsradikale

Mir ist durchaus bewusst, dass ich etwas zu spät bin, aber vorgestern war ja der 8. Mai und zum 64. Mal jährte sich die Niederlage Hitler-Deutschlands und damit die Befreiung vom Faschismus. Und noch immer gibt es Menschen die am besagten 8. Mai zusammenrotten und ihren “Helden” gedenken. Es soll ja auch vorkommen, dass irgendwelche Vollpfosten “Freiheit für Honsik” an Wände sprühen.

Besagtes Tun, ist natürlich abscheulich, das weitaus größere Problem stellt die Akzeptanz für faschistoide Meinungen in der Gesellschaft da. Dass die FPÖ ca. 18% bei den Nationalratswahlen bekommt, obwohl viele Leute wissen, mit welchen SympathieträgerInnen sich der “Bumsti” herum trieb, und dass die Wertschätzung für “die” Autobahnen bei den Freiheitlichen nicht zu gering ist.

Die Finanzkrise ist natürlich auch ein Gefahrenherd. Es zeigte sich nicht zuletzt in 1929 und den Folgejahren welche politisch-verherenden Folgen Massenarmut haben kann. Auch sei in dieser Hinsicht erwähnt, dass der Stellenwert der Demokratie seit Jahren sinkt und sinkt, dies ist aber nicht durch die oben erwähnten klassischen FaschistInnen zu Stande gekommen als eher durch eine kapitalistische Politik.

Dann sei noch erwähnt, dass es schwer bedenklich ist, wenn ein paar PolizistInnen ohne viel Herumgetue auf DemonstrantInnen einschlagen. Na klar, die Polizei ist nicht faschistisch, aber wenn ein paar PolizistInnen den Befehl der Vorgesetzen ausführen, ohne genauer darüber nachzudenken was denn das heißt, dann ist das, vor allem antifaschistisch betrachtet, höchst bedenklich.

In dem Sinne: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus

Dafür steht im Übrigen jetzt nicht mehr “Freiheit für Honsik” an der Wand ums Eck.

Genau, gestern war ja erster Mai, Und in Linz eine antifa-demo . Zwei Faktoren die der österreichischen Polizei offenbar reichen, völlig am Rad zu drehen.

Von der Demo selbst kann ich nicht wirklich berichten, ich war, zu meiner Schande, nicht dort. Aber was so durch allerlei Medien transportiert wurde und vor allem in welcher Art und Weise, auch Medien die mit Linken soviel zu tun haben wie Ewald Stadler mit Laizismus, spricht schon eine eindeutige Sprache. Nur soviel sei gesagt, es fehlte der Polizei scheinbar irgendeine(selbst eine fadenscheinige) Legitimation für ihre Gewalt.

Genug gesehen, ein solches Vorgehen der Polizei muss Konsequenzen mit sich ziehen. Natürlich braucht es auch eine bessere Absprache mit der Polizei, denn Demos dieser Art werden in Österreich mehr werden, und es sollte ja nicht so sein, dass in jedes linke Menschenrudel aus Jux und Tollerei hineingeprügelt wird(Mit den Nazis war die Linzer Polizei nach AugenzeugInnenberichten weniger streng).

Es stellt sich aber ein anderes, weitaus größeres Problem. Nachdem die Namen der letzten InnenministerInnen Schlögl, Strasser, Prokop, Fekter lauten, quadrieren sich die vernünftigen Köpfe in höheren Polizeiriegen nicht gerade, und das viele der “typischen PolizistInnen” ein Naheverhältnis zu rechten Recken haben, ist ein offenes Geheimnis. Das Vorgehen der Linzer Polizei muss also auch personelle Konsequenzen haben(Den Widholm sollten die schnell loswerden).Sonst wird es mit der Absprache zwischen Polizei und DemonstrantInnen eher schwierig.

Wenn es aber zu keiner Aufarbeitung der Geschehnisse in Politik und Polizei kommt, sind Demonstrationen ein durchaus legitimes Mittel. Denn manchmal ist “Einfach-mal-drauflos-prügeln” ein nicht wirklich präventives Credo, und das sollte auch die Polzei verstehen.

Ein Mehr an Klassenkampf stellen solche Demos zwar noch nicht wirklich d, es zeigt sich trotzdem in den letzten Tagen, dass wieder mehr Menschen auf die Straße gehen. Ein Anfang, zwar noch nicht viel mehr aber ein Anfang.

Aja, und weil’s derart gut dazupasst, es sei noch an Marcus Omofuma erinnert, der gestern vor zehn Jahren in einem Flugzeug an der unmenschlichen Behandlung dreier Polizisten, die natürlich kaum bestraft wurden, starb.

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