Von Hardlinern und einem vermeintlichen Hoffungsträger
Dass der Papst diese Woche, in so komischen Metaphern, wie die lebenslange Verbindung zwischen Mann und Frau sei ein Sakrament der Schöpfung, gegen gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaften aussprach schockte mich, erschütternderweise kaum. Auch sein Gerede von wegen das Geschlecht sei von Gott vorgegeben, ist inhaltlich zwar äußerst ablehnenswert, aber irgendwie habe ich mich an solche intellektuellen Entgleisungen der Kirche gewohnt. Schockierend irgendwo.
Was mich aber mehr erschreckt hat, dass der Herr Obama, der eigentlich für gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaften und die Legealisierung von Abtreibungen ist, Rick Warren bat, das Gebet bei seiner Amtseinführung zu sprechen. Nun hat, meiner Meinung, bei so einer Amtseinführung ein Gebeet, sowieso nichts verloren, weil Trennung von Kirche und Staat. Aber dann auch noch Rick Warren. Ein Typ der Abtreibungen gerne ‘mal mit dem Holocaust vergleicht. Homosexuellenehen sind außerdem das gleiche wie Ehen zwischen Geschwistern, so Feingeist Warren.
Genau diese Art von Dialog ist das Thema meiner Wahlkampagne”, verteidigte Obama sich, gegen die Kritik von Homosexuellenverbänden: “Man kann sich nicht in allen Fragen einig sein.”
Ein Akt der Versöhnung also, großartig…

