Moritz’ Spielwiese

muss ja was geben.

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Demokultur, anyone?

Posted by Herr Ablinger under Bildungspolitik, Österreich

So gestern wurde ja dann doch noch fertig verhandelt in Sachen Regierung(samt Bildungsministerin) und LehrerInnengewerkschaft. Ein Teil des Kompromisses war auch die Streichung der Schulautonomen Tage. Ökonomisch, also in wie fern das Geld einsparen soll, versteh’ ich das nicht so ganz, jedenfalls sind die SchülerInnen hierzulande ziemlich aufgebracht. Das ist gut so.

Es bietet die Möglichkeit soetwas wie eine bereits angesprochen Streikkultur im Österreichischen Bidlungswesen zu manifestieren. Und tausende SchülerInnen auf allen möglichen Plätzen quer durch Österreich sind auch ein sehr schönes Zeichen.

Natürlich ist auch die Art wie der Kompromis zu Stande gekommen ist skandalös, weil mit den SchülerInnen niemand gesprochen hat.

Und die ebenfalls schon angeprangerte Sturheit des Finanzministers und der ÖVP nicht mehr Geld in die Bildung zu investieren ist schauderhaft, und hat mit sinnvoller Krisenbekämpfung nichts zu tun.

Es sei dennoch zu erwähnen, dass die Streichung der schulautonomen Tage per sé nichts Schlechtes ist. Zumal vor allem die schulfreien Dienstage nach Ostern bzw. Pfingsten (berufstätige) Eltern durchaus vor Probleme stellten.(Diese beiden freien Tage sind im Übrigen Relikte einer Zeit, als dienstags noch die Anreise ins katholische Internat anstand). Auch Konstruktionen, durch schulautonome Tage, wie beispielsweise Herbstferien, sind für die Eltern von jüngeren SchülerInnen eine Herausforderung. Auch ist ja mehr Unterrichtszeit eigentlich(das können ja prinipiell auch vormals freie Tage sein) zu begrüßen.Und dass ist das was mich teilweise zweifeln lässt, wie sehr mensch  sich dem Unmut der SchülerInnen der öffenltliche Wahrnehmung zu Liebe knechten lassen soll.

Dies ist natürlich kein Grund nicht demonstrieren zu gehen, allein schon weil es zuviel gute Argumente(siehe weiter oben) gibt genau dies zu tun, und wahrscheinlich sind die Einwände peinlich genau, gesagt sollte es trotzdem werden. Jedenfalls soll am 24.4. wieder bundesweit gestreikt werden!

Aja und bevor ich es vergess’: Es gibt natürlich schon Streikaufrufe, und zwar hier und für die Stahlstadt spezifisch hier.

Bearbeitet: Gott sei Dank(das sei auch genau so zu verstehen) bleiben die Dienstage nach Ostern und Pfingsten eh frei.

Die Ohnmacht der 10.000

Posted by Herr Ablinger under Bildungspolitik, Österreich

Heute war ja bundesweiter Streiktag der SchülerInnen um für mehr Geld in die Bildung(konkret: eine Milliarde) zu demonstrieren und angesichts dessen, dass sowas nicht wirklich Kultur und Tradition(bäh!) in Österreich hat, waren die Veranstaltungen in den Landeshauptstädten ganz gut besucht.

Auch um was es bei den Demos ging wird zumindest bis jetzt in den Medien annehmbar transportiert, auch wenn ich dieses “Wir-hängen-ALLES-der-Schmied-um” nicht unmittelbar einleuchtend finde. Zur Erinnerung, ich bin weder ein Freund der Bildungsministerin noch der vormals geplanten 2-Stunden-Mehrarbeit.

DerStandard berichtet ja, dass es zu einer Lösung innerhalb derRegierung gekommen ist, und auch die Gewerkschaft den erarbeiteten Vorschlag nicht zu schlecht findet. Eingespart wird also, von Finanzministerium gibt es offenbar nicht mehr Geld. Eine durchaus interessantes Konzept während der Krise auf Investitionen ins Bildungssystem zu verzichten. Banken retten muss genug sein.

Eine Reform mit der offenbar die Beteiligten leben können. Wenn mensch eine zynische Ader hat sei dem noch hinzugefügt, dass 10.000 SchülerInnen auf Österreichs Straßen dann doch nicht von massiver Bedeutung sind.

Im Übrigen: Entschuldigt bitte den pathetischen Titel.

Bearbeitet um 18:32: Zach-brach-Tusch: Die LeherInnengewerkschaft spricht sich gegen diese Lösung aus.

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